Ratgeber "Gestaltung" - Dächer
Im Markt Parkstein hat bedingt durch die Topografie das Dach als fünfte Fassade besondere Bedeutung. Um einem Qualitäts- und Identitätsverlust des Ortsbildes vorzubeugen, sollten die typischen regionalen Merkmale die Dachgestalt auch in Zukunft bestimmen.
Eine Dachlandschaft ist geprägt von Material und Farbe der Deckung, der Dachform und Dachneigung sowie der Firstrichtung.
Trotz der stark bewegten Dachlandschaft in Parkstein, ist eine starke Dominanz von Satteldächern zu erkennen, wobei die Lichtensternstraße und der daran anschließende Teil des Marktplatzes ein ruhiges Element bilden. Walmdächer sind bei exponierten Gebäuden (Landgericht, Rathaus, Pfarrhof) zu finden, Gebäude am Beginn einer Häuserzeile besitzen oft ein Krüppelwalmdach. Die in den einzelnen Bereichen vorherrschenden Dachformen und Firstrichtungen sind beizubehalten.
Als Material für die Dachdeckung sind einfache, geradlinige Tonziegel (kein Betonstein, nicht engobiert) in naturroter bis rotbrauner Farbe z. B. als Biberschwanz, Reformziegel, Glattziegel oder aus statischen Gründen auch als Falzbiber möglich.


Verblechungen sollten aus einem einheitlichen Material in Kupfer, alternativ in Titanzink ausgeführt werden.
Dachgauben sind im Ortskern insbesondere bei den geschlossenen Häuserzeilen nicht vorhanden und sind im Marktplatzbereich zu vermeiden. Falls doch Gauben ausgebildet werden sollten, ist darauf zu achten, dass die Gaubenfenster immer kleiner als die Fassadenfenster auszubilden sind und mit ihrer Achse Bezug zu den darunterliegenden Fenstern aufnehmen. Eine Reihung von Gauben ist zu vermeiden. Die Gestaltung der Gauben ist zurückhaltend, ohne bzw. nur mit minimalen Überständen auszuführen.
Dachflächenfenster sind nur hofseitig einzubauen.
