Ringweg 2 - Kühe und modernste Logistik
Der Ringweg 2 beginnt im historischen Ortskern und geht bald, nach Resten alter Kulturlandschaft in typische, maschinengerechte Landwirtschaftsflächen, den Fluren des Ortsteiles Theile über. Großdimensionierte Äcker sind hier überwiegend mit Feldfutter für die Rinder bestellt (Kleegras, Getreide, Futtermais). Daneben bestimmen ausgedehnte Weiden, auf denen vorwiegend Milchkühe grasen, das Bild.
Zwischen dieser ländlichen Struktur nordöstlich von Parkstein und dem historischen Ortskern hat sich mit der Firma WITRON ein High- Tech-Betrieb der Softwareentwicklung und Logistikbranche bewusst in einer idyllischen Lage angesiedelt. Seit Firmengründung 1971 hat das Unternehmen mittlerweile Niederlassungen in den Niederlanden, den USA und in Großbritannien. Mit einfühlsamer Architektur zeigt die Firma auch nach außen die Kompetenz in der Lösung komplexer Probleme an.
In Parkstein ist das Bemühen der Firma WITRON bezeichnend, sich in die ländliche Struktur möglichst behutsam einzufügen.
Wegbeschreibung
An der Wandertafel orientieren wir uns und gehen in Richtung Nordosten zur Basaltstraße. Beim Ausflugslokal „Bergstüberl“
blicken wir nach Osten über die Ortschaft Buch nach Altenstadt und Neustadt a.d. Waldnaab mit seiner weithin sichtbaren Klosterkirche „St. Felix“. Direkt unterhalb an der Straße „Im Burggut“ befand sich zu Landrichterzeiten ein Lehen, das die ehemalige Burg auf dem Basaltkegel mit landwirtschaftlichen Produkten versorgte. Bevor wir an die Einmündung in die Neustädter Straße kommen, sehen wir links den Mittelpunkt des mittelalterlichen Ortes Parkstein. Hier standen neben dem heute noch bestehenden Pfarrhof, Schule (Betsaal), Forsthaus, Mesnerhaus und Pfarrkirche, auch früher das Rathaus und das Gerichtsschreiberhaus. Eine Tafel am heutigen Ärztehaus erinnert an den Erbauer des Gerichtsschreiberhauses, den Gerichtsschreiber Hans von der Sitt.
An der „Neustädter Straße“ stoßen wir direkt auf den alteingesessenen „Moierbinnerhof“ – der Name weist auf einen ehemaligen Meierei- und Büttnerbetrieb hin – und gehen rechts den Berg hinab bis wir zu einer kleinen Anlage, dem „Guck ins Land“ kommen. Hier überqueren wir die Straße und gehen den „Kirchweg“ weiter bergabwärts. Geradeaus sehen wir die Ortschaft Wendersreuth an der „Ostmarkstraße“, nun B 22. Sobald wir aus den Hofbereichen der landwirtschaftlichen Betriebe kommen, liegen vor uns die Gebäude des Werkes 2 der Firma WITRON.
In dieser „Denkfabrik“ werden komplexe Logistikprobleme gelöst. Nach einer Streuobstwiese gehen wir am „Obersdorfer Weg“ nach links, halten uns an der nächsten Weggabelung weiter links und kommen so in den Bereich der oberen „Steingasse“.
Hier gehen wir rechts inmitten einer alten Hohlgasse.
Wenn wir nach links schauen, können wir zwischen den Büschen in ca. 60 Meter Entfernung ein Feldkreuz der Parksteiner Kaufmannsfamilie „Röger“ erkennen. Nach einer starken Linkskurve durchwandern wir die im Ursprung erhaltene Hohlgasse, der mittleren „Steingasse“. Mit Verlassen der Hohlgasse sehen wir links den Parksteiner Teil der ehemaligen Gemeinde Oed.
Wir gehen geradeaus weiter und sehen vor uns zwei Aussiedlerhöfe des Ortsteiles Theile liegen. Entlang einer Streuobstpflanzung gehen wir neben dem verfüllten Teil der unteren „Steingasse“ bis zur Einmündung in den „Obersdorfer Weg".
Diesem folgen wir links. Während wir an ausgedehnten Feldern entlang wandern, gönnen wir uns einen Blick zurück, um Parkstein aus Nordosten zu betrachten. An der nächsten Abzweigung nach rechts verlassen wir den „Obersdorfer Weg“ und gehen direkt auf den Aussiedlerhof der Familie Birkner zu. Vor dem Hof biegen wir links ab und gehen den „Wendersreuther Weg“ bis wir nach einer S-Kurve auf den äußeren Ringweg des Wanderwegenetzes stoßen und folgen der Markierung rot/grün 2 nach rechts.
Der äußere Ringweg liegt in diesem Bereich direkt an der Gemeindegrenze zu Altenstadt a.d. WN, Gemarkung Meerbodenreuth. Links sehen wir dabei die Dächer der Buchmühle. Bei einem Weiher überqueren wir den „Weiherwiesengraben“.
Hier halten wir uns rechts, gehen an der Baumgruppe vorbei, ein Stück in Richtung Basaltkegel und wenden uns dem Waldgebiet zwischen Parkstein und Kotzau, dem Staatsforstgebiet „Lindach“ zu. Vorbei am Regenrückhaltebecken des Marktes Parkstein geht es weiter entlang des Waldrandes und nach ca. 100 Meter links in den Wald hinein. Vorüber an vielfältigen Laub- und Nadelbäumen gehen wir an der nächsten Kreuzung rechts und diesen Weg geradeaus, bis wir an die Kreisstraße NEW 2 kommen.
Vorsichtig überqueren wir diese viel und schnell befahrene Straße und gehen auf der linken Seite entlang der Straße in Richtung Parkstein. An der nächsten Abzweigung in die Flur steht das „Vögl-Marterl“. Ein Knecht hat hier einen Zechbruder wegen ein paar Mark Schulden erschlagen. Hier verlassen wir wieder den äußeren Ringweg und wandern direkt in Richtung Parkstein. Am Aussiedlerhof „Berghof“ überqueren wir vorsichtig die Kreisstraße bei der Abzweigung zum Ortsteil Theile. Von hier aus führt ein Fußweg bergaufwärts. Vorbei an den Anlagen der Firma WITRON (Werk 2, Sporthalle mit Kasino) biegen wir beim „Logistik-Hof“ in den „Tulpenweg“ ein, um beim Friedhof rechts bergan zu wandern. Wir über queren die „Weidener Straße“ und gehen über die „A.-von-Humboldt-Straße“, lassen die „Burgschänke“ und den Kindergarten links liegen und gehen über die „Bergstraße“, den „Franz-Strauß-Weg“ zurück zum Ausgangspunkt.