Ringweg 5 - Zu den Mühlen im Tal
Der Ringweg 5 führt von Parkstein aus in das Tal der Schweinnaab, wo sich noch die Hofstellen alter Mühlen erhalten haben. Vor allem die Scharlmühle zeigt noch historische Gebäude in einer idyllischen Lage an der Schweinnaab. Wir können uns auf der Rundwanderung in die Zeit versetzen, in der die Wasserkraft neben Wind die einzige mechanische Antriebsmöglichkeit darstellte. Im Mittelalter reihte sich an Flüssen und größeren Bächen deshalb Mühle an Mühle. Betrieben wurden Sägewerke, Hammerwerke, Getreidemühlen und vorindustrielle Glasschleifen. Eine Karte aus dem 19. Jahrhundert zeigt im Gemeindegebiet entlang der Schweinnaab neben den beiden Mühlen am Ringweg 5 (Scharlmühle und Neumühle) noch eine in Hagen, deren Standort mit der Flurbereinigung im 20. Jahrhundert verschwunden ist. Eine Mühle befand sich in Hammerles, deren Gebäude teilweise noch vorhanden sind, und eine Spiegelschleife im Ortsteil „Polier“. Wie andere Betriebe hatten auch die Mühlen im Mittelalter in der Regel eine Landwirtschaft angegliedert, die bei der Neumühle noch als Schweinezuchtbetrieb im Haupterwerb besteht.
Die Täler rund um die Mühlen sind deshalb als landwirtschaftliche Nutzflächen offen gehalten. Wiesen als standortgerechte Nutzung sind neben natürlichen Feuchtflächen, auf die viele heimische Tiere und Pflanzen angewiesen sind, zu finden. Heute tritt vielerorts der Biber auf und setzt Flächen unter Wasser oder gräbt Teiche ab. Es erfordert ein laufendes Abwägen zwischen dem Nutzen für die Natur und dem Schaden hinsichtlich einer strukturreichen Kulturlandschaft.
Wegbeschreibung
Nachdem wir uns an der Wandertafel orientiert haben gehen wir in Richtung Westen und biegen links in den „Franz-Strauß-Weg“ in Richtung Kindergarten. Über die „Bergstraße“ und „A.-von-Humboldt- Straße“ wandern wir zwischen „Burgschänke“ und Schulanlage zum Sportplatz. Hier gehen wir rechts, überqueren die „Schulstraße“ und gehen durch die Straße „Im Koch“ zum „Erlenweg“. Diesem folgen wir bis zum Erreichen des Grüngürtels und überqueren dabei „Frühlingsstraße“, „Wacholderweg“, „Tannenweg“ und „Lärchenweg“. Im Grüngürtel gehen wir beim „Kastanienweg“ links, überqueren den „Lindenweg“, weiter durch einen Taleinschnitt in Richtung Tennisanlage. An der Freizeitanlage mit Beach-Volleyballplatz, Fun-Arena und Tennisplätzen
vorbei überqueren wir die Gemeindeverbindungsstraße nach Grünthal, um links der stark befahrenen Kreisstraße NEW 2 in das Tal der Schweinnaab hinab zu wandern. Ein Blick nach rechts zeigt uns die Scharlmühle, ein ehemaliges Sägewerk, an das heute noch ein Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung angegliedert ist. Wir überqueren den Mühlgraben und danach die Schweinnaab über einen Holzsteg und wandern etwa 100 Meter entlang der Kreisstraße weiter, bis wir auf einen Waldweg treffen.
Der Waldweg ist Bestandteil des Ringweges. Hier wenden wir uns nach rechts und überqueren vorsichtig die stark und schnell befahrene Kreisstraße NEW 2, um dem gegen überliegenden Weg entlang des Waldrandes und durch ein Waldstück zu folgen. Unterwegs treffen wir immer wieder auf Sitzbänke, die zum Verweilen einladen und einen schönen Blick auf Parkstein bieten. Mit Austritt aus dem Wald sehen wir vor uns die zum Markt Parkstein gehörende Ortschaft Hammerles. Wir nehmen den rechten Weg und gehen direkt auf die „Neumühle“ zu. Diese ehemalige Mühle ist heute ein großer Ferkelzuchtbetrieb, den wir rechts umgehen. Wir überqueren dabei den Auslauf des Mühlgrabens und die Schweinnaab. Zwischen beiden Gewässern befindet sich ein Pumpwerk mit unterirdischem Regenrückhaltebecken.
Nach ca. 50 Metern verlassen wir die asphaltierte Straße, die in den Ort Hammerles führt, und gehen geradeaus in einen Feldweg, der bergan in Richtung Parkstein weist. Entlang des rechts liegenden Freigeheges für Damwild durchwandern wir die älteste Wegverbindung zwischen Hammerles und Parkstein. Die sich in der Hammerleser Gemarkung befindlichen Flurnamen „Galgenäcker“ und „Galgenweiher“
weisen auf die Richtstätte des ehemaligen Landgerichtes Parkstein hin. Bergaufwärts erreichen wir jetzt die Ortsgrenze beim „Schutzengel“
und überqueren die Kreisstraße NEW 2.
In der Siedlung „Parkstein Süd“ gehen wir nach links in den „Ahornweg“, überqueren die „Frühlingsstraße“ und kommen in das älteste Parksteiner Siedlungsgebiet „Im Koch“. Mit Erreichen der Schulstraße wenden wir uns nach links in die "Lichtensternstraße“, die wir nach einem kurzen Stück bereits wieder nach rechts in die „Bergstraße“ verlassen, um dort den Steig links zum Ausgangspunkt zurückzugehen.