Ringweg 7 - Pflege und Schutz der Natur
Der Ringweg 7 bietet Gelegenheit, einen Blick auf die heutigen Anforderungen in Landschaftspflege und Naturschutz zu werfen. Wir erwandern die an Biotopen reiche Parksteiner Flur im Norden des Ortes. Die kleinen Flächen mit ihren Begleitstrukturen, die die Landschaft ausmachen, sind heute weitgehend unrentabel. Sie stellen aber das Gerüst einer artenreichen wie beschaulichen Landschaft dar. Wir erwandern viele Biotope aus Hecken, Krautranken und Feuchtflächen. All diese Strukturen wurden früher teils genutzt (gemäht, beweidet, Brennholz gewonnen) und so im lichten Zustand erhalten. Ohne landschaftspflegerische Maßnahmen würde sich hier bald Wald durchsetzen und das heute so abwechslungsreiche Landschaftsbild verändern. Blütenpracht am Boden und Heuschreckengezirpe würden ebenso wie viele Vogelarten verschwinden. Diese Pflegearbeit begegnet uns auf dem Ringweg 7 immer wieder.
Am Feldweg westlich der Straße nach Schwand findet sich ein naturnaher Teich, der von der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz in Bayern e.V. betreut wird; und schließlich das „Schulbiotop“ der Grundschule, das zum Teil auch im Auftrag des Naturparkvereins Nördlicher Oberpfälzer Wald e. V. von Landwirten regelmäßig gemäht wird. Den äußeren Ringweg entlang kommen wir durch Wald, in dem heute der Aufbau stabiler, artenreicher und standortgerechter Mischwälder angestrebt wird. Diese Forstarbeit kann der aufmerksame Wanderer vielerorts bereits um Parkstein sehen, in feuchten Senken aber auch noch Reste ursprünglicher Erlenwälder entdecken.
Wegbeschreibung
An der Wandertafel orientieren wir uns in Richtung Nordwest zur „Richard-Strauss-Straße“. Vorbei an der Strauß-Gedenkstätte, die einen Hinweis auf das Geburtshaus von Franz Strauß, den Vater von Richard Strauss gibt, lassen wir das Rathaus mit dem Gemeindezentrum und das ehemalige Landgerichtsgebäude rechts liegen und gehen in die „Klostergasse“ bis zur „Pressather Straße“. Dabei fällt geradeaus der Blick auf den „Rauhen Kulm“ (681 m) mit Aussichtsturm. Er gilt als „jüngerer Bruder“ des Parkstein und ist mit 21 Millionen Jahren um 3 Millionen Jahre später entstanden als „unser“ Basaltkegel. Nach der „Klostergasse“ überqueren wir die „Pressather Straße“ und biegen in die „Schwander Straße“ ein. Vorbei am „Hausner-Kreuz“ (rechts)
und am „Fischermarterl“ (links) folgen wir dem Gehweg zum Ortsausgang nach Schwand. Beim Garten- und Landschaftsbaubetrieb Hausner überqueren wir vorsichtig die Straße, denn außerhalb der Ortschaft wird links gegangen. Vorbei an der in Holzbauweise erstellten „Adam-Halle“ und einer Feldscheune biegen wir links in den Flurteil „Hart“ ein. Beim „Hartweiher“
beginnt das Schulbiotop, das wir durch eine alte Hohlgasse, vorbei an Hecken und Biotopflächen durchwandern, wobei wir uns 100 m nach der Hohlgasse, an der Weggabel rechts halten. Hier treffen wir wieder auf den äußeren Ringweg. Die Hecken wurden vor Jahren von Parksteiner Grundschülern gepflanzt und werden noch heute von der Schule gepflegt und gesäubert.
Fast am Ende des Schulbiotops lädt eine Sitzbank zur Rast ein. Von hier aus haben wir einen wunderbaren Blick zurück auf die Nordwestseite von Parkstein, aber auch nach Südwesten blickend auf Hammerles. Mit Erreichen des Waldrandes folgen wir diesem nach rechts und durchwandern ein Waldgebiet, bis wir die Gemeindeverbindungsstraße Parkstein – Schwand erreichen. Diese überqueren wir vorsichtig und wandern, uns links haltend, in das gegenüberliegende Waldgebiet. Wir durchqueren diese Waldabteilung entsprechend der Markierung, bis wir einen gut ausgebauten Waldweg, den „Trilohweg“ erreichen. Hier gehen wir rechts. In der Talsohle ist Vorsicht geboten. Der Weg sollte wegen des tückischen Moorgebietes nicht verlassen werden. Kurz nachdem wir auf den OWV Hauptwanderweg weißgrün-weiß – auch Main-Donau-Weg genannt – getroffen sind, sehen wir links durch die Bäume das so genannte „Gottlieb- Anwesen“.
In dessen Bereich wurde in früheren Jahren eine Ziegelei betrieben. Beim Austritt aus dem Wald fällt unser Blick sofort auf die Nordseite des Parksteins. Rechts liegt am Waldrand der „Zeitlerhof“. Wir folgen dem Weg links bis zur Gemeindeverbindungsstraße Parkstein – Oed. Hier verlassen wir den äußeren Ringweg nach rechts und wandern die Straße Richtung Parkstein auf der Wegstrecke des Ringweges 1 zurück.
Nach dem Überqueren des Schwarzenmoosbaches
wandern wir vorbei an Weiheranlagen, die rechts und links des Weges liegen und der Fischzucht dienen. Etwas oberhalb zweigt links der Wanderweg 1 a ab. Direkt danach sehen wir links ein Feuchtbiotop
mit seltenen Pflanzen. Rechts des Weges erreichen wir einen Wanderparkplatz. Hier können wir uns noch einmal an der Wandertafel orientieren, bevor wir vor dem „Neumann-Kreuz“ nach links die Straße verlassen und den Aufstieg nach Parkstein angehen. Wer hier noch einmal ausrasten möchte, sollte den herrlichen Blick zum „Parkstein“ von der Sitzbank beim „Neumann-Kreuz“ aus genießen. Beim „Kuller-Kreuz“ – hier wurde ein Parksteiner Landwirt vom Blitz getroffen und sein Enkel starb später fast an gleicher Stelle an Herzversagen – sehen wir rechts die ehemaligen „Wirts-Weiher“,
heute ein wertvolles Biotop. Schon bald erreichen wir den Ortsrand und beim „Hausner-Kreuz“ auch wieder die „Schwander Straße“.
Von hier aus geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt.